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Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d)

Die Johann Wolfgang Goethe-Univer­sität Frankfurt am Main ist mit etwa 41.000 Studie­renden und rund 5.800 Beschäf­tigten eine der größten Hochschulen in Deutschland. 1914 von Frank­furter Bürgern gegründet und seit 2008 wieder in der Rechtsform einer Stiftung verfügt die Goethe-Univer­sität über ein hohes Maß an Autonomie, fachlicher Vielfalt und Innova­ti­ons­fä­higkeit. Als Volluni­ver­sität bietet die Goethe-Univer­sität an derzeit fünf Stand­orten 155 Studi­en­gänge in 16 Fachbe­reichen an, besitzt eine heraus­ra­gende Forschungs- und Dritt­mit­tel­stärke und ist in vielfäl­tigen Inter­ak­tionen durch ihre Wissenschaftler*innen eng mit der Gesell­schaft verknüpft. Darüber hinaus ist die Goethe-Univer­sität innerhalb des Verbundes der Rhein-Main-Univer­si­täten (RMU) einge­bettet.

 

In der Abteilung Angewandte Bioin­for­matik am Institut für Zellbio­logie und Neuro­wis­sen­schaft des Fachbe­reichs Biowis­sen­schaften der Goethe-Univer­sität Frankfurt am Main ist zum nächst­mög­lichen Zeitpunkt die Stelle für eine*n

 

Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d)

(E 13 TV-G‑U, 65%-Teilzeit)

 

befristet für die Dauer von drei Jahren im von der Deutschen Forschungs­ge­mein­schaft (DFG) geför­derten Projekt: „Genetische und genomische Struk­tur­evo­lution als Grundlage für Verän­de­rungen in der Ernäh­rungs­öko­logie bei Hemipteren“ im Rahmen des Schwer­punkt­pro­gramms „Die Genomi­schen Grund­lagen Evolu­tio­närer Innova­tionen (GEvol)“ zu besetzen. Die Eingrup­pierung richtet sich nach den Tätig­keits­merk­malen des für die Goethe-Univer­sität geltenden Tarif­ver­trages (TV-G‑U).

 

Projekt­be­schreibung:

Seit Jahrzehnten werden Fragen aus allen Bereichen der Biologie im Insek­ten­modell bearbeitet. Moderne bioin­for­ma­tische Ansätze ermög­lichen es, aus den immer umfas­sender werdenden genomi­schen Ressourcen, spezi­fische Muster der Genom­or­ga­ni­sation und Genre­gu­lation auf einzelnen evolu­tio­nären Linien heraus­zu­ar­bei­teten. Diese bilden die Grundlage für ein zunehmend tiefes Verständnis, wie physio­lo­gische Merkmale einzelner Arten im Zuge der Evolution entstehen. In diesem Projekt wollen wir genomische und genetische Vergleiche anwenden, um die moleku­laren Grund­lagen der Ernäh­rungs­spe­zia­li­sierung bei Hemipteren (Blatt­läusen, Psylliden und Wanzen) zu unter­suchen. Wir fokus­sieren uns auf Verän­de­rungen in der koordi­nierten Regulation großer Gen-Netzwerke, die Erwei­te­rungen von Genfa­milien, die funktio­nelle Diver­si­fi­zierung über alter­na­tives Spleißen und auf Beiträge mikro­bieller Symbi­onten. Die bioin­for­ma­ti­schen Ergeb­nisse aus diesem Projekt werden über eine enge Koope­ration mit Kristen Panfilio (AK für Molekulare Genetik, Univer­sität Hohenheim) mit moleku­laren und organis­mi­schen Daten verschränkt. Gemeinsam wollen wir unter­suchen, wie Genom- und Genex­pres­sions-Dynamiken funktio­nelle Ernäh­rungs­stra­tegien in Vertretern der Hemipteren bestimmen. Das Projekt ist Teil des DFG Schwer­punkt­pro­gramms „Die Genomi­schen Grund­lagen Evolu­tio­närer Innova­tionen (Gevol)“ und ist damit in ein inter­dis­zi­pli­näres und leben­diges wissen­schaft­liches Netzwerk einge­bettet, das Funktion und Evolution von Insekten aus verschie­densten Perspek­tiven beleuchtet.

 

Zu den projekt­be­zo­genen Aufgaben und Zielen gehören insbe­sondere:

  • Design und Aufbau einer Web-basierten Plattform für das Management und die inter­aktive Nutzung und Analyse von Insekten-Genomen
  • Entwicklung und Imple­men­tierung neuer Ansätze zur Evalu­ierung der Qualität von Genom-Assem­blies
  • Weiter­ent­wicklung von bioin­for­ma­ti­schen Methoden zur Analyse des Einflusses von alter­na­tivem Spleißens auf die funktio­nelle Diver­si­fi­zierung eines Proteoms
  • Erstellung von Genotyp-Phänotyp Karten um zu verstehen, wie sich Hemipteren an neue Nahrungs­quellen anpassen
  • evolu­tionäre Analyse Insekten Gen- und Prote­insets im Kontext der Anpassung an neue Nahrungs­quellen
  • Software-Entwicklung im Bereich der Biose­quenz-Infor­matik mit Schwer­punkt auf der funktio­nellen Diver­si­fi­zierung von Proteinen über alter­na­tives Spleißen
  • Mitarbeit in der Analyse nicht-kodie­render funktio­neller Bereiche in Insek­ten­ge­nomen
  • Model­lierung von Prote­in­struk­turen und Struktur-Ensembles
  • Unter­stützung in der wissen­schaft­lichen Ausbildung im Bereich der Biodi­ver­si­täts­ge­nomik
  • die Anfer­tigung Ihrer Disser­tation

 

Einstel­lungs­vor­aus­set­zungen:

  • mindestens ein wissen­schaft­licher Hochschul­ab­schluss (MSc. oder vergleichbar) in Bioin­for­matik, Infor­matik, Molekular-/System­bio­logie, Mathematik/Statistik oder in einem verwandten Feld
  • sehr gute Program­mier­kennt­nisse in mindestens einer der folgenden Sprachen: Javascript, Perl, Python, C++ oder R
  • Erfahrung in der Analyse biolo­gi­scher Sequenzen vor einem evolu­tio­nären und/oder funktio­nellen Hinter­grund
  • starke kommu­ni­kative Fähig­keiten, Teamfä­higkeit sowie sehr gute Englisch­kenntnis in Wort und Schrift

 

Der Arbeits­kreis für Angewandte Bioin­for­matik beschäftigt sich mit Forschungs­themen rund um die Evolution von biolo­gi­schen Sequenzen und deren Funktion. Hierbei decken wir ein breites Spektrum ab, das von der Model­lierung von Sequen­ze­vo­lution, über die Entwicklung von Algorithmen und Methoden in der Homologen-Suche und die Rekon­struktion von Sequenz- und Spezies­bäumen bis hin zu verglei­chenden Genom­ana­lysen und dem funktio­nellen Annota­ti­ons­transfer zwischen Modell- und nicht-Modell-Organismen reicht. Unser überge­ord­netes Ziel ist es, die Evolution von funktio­nellen Protein-Inter­ak­ti­ons­netz­werken zu rekon­stru­ieren und mit den Charak­te­ristika der heute existie­renden Arten zu verbinden. Wir führen diese Analysen anhand von Daten unter­schied­licher Organis­men­gruppen durch, die sich aus allen drei Domänen des Lebens (Bakterien, Archaea, Eukaryoten) rekru­tieren.

 

Weitere Infor­ma­tionen über unsere Gruppe finden Sie unter

https://www.bio.uni-frankfurt.de/43045195/Abt__Ebersberger___Biowissenschaften

 

Die Goethe-Univer­sität setzt sich aktiv ein für Chancen­ge­rech­tigkeit, Vielfalt und Inklusion. Sie begrüßt besonders Bewer­bungen von quali­fi­zierten Persons of Color und legt großen Wert auf die famili­en­freund­liche Gestaltung univer­si­tärer Arbeits­zu­sam­men­hänge. Personen mit einer Schwer­be­hin­derung oder diesen Gleich­ge­stellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berück­sichtigt. Sind Frauen in dem Fachbereich/der zentralen Einrichtung unter­re­prä­sen­tiert, werden sie bei gleicher Quali­fi­kation bevorzugt berück­sichtigt.

 

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unter­lagen (Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse) richten Sie bitte bis zum 10.02.2026 in elektro­ni­scher Form (zusam­men­ge­fasst in einer PDF-Datei mit max. 8 MB) an Prof. Dr. Ingo Ebers­berger, Goethe-Univer­sität Frankfurt am Main, Abteilung für Angewandte Bioin­for­matik (FB 15), Max-von-Laue-Str.13, 60438 Frankfurt am Main: ebersberger@bio.uni-frankfurt.de. Bei Rückfragen können Sie sich an die gleiche E‑Mail-Adresse wenden. Kosten, die Ihnen im Rahmen des Bewer­bungs­ver­fahrens entstehen, können leider nicht von der Goethe-Univer­sität erstattet werden.