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In der Abteilung für angewandte Bioinformatik am Institut für Zellbiologie und Neurowissenschaft des Fachbereichs Biowissenschaften der Goethe Universität Frankfurt ist zum 01.07.2018 die Stelle einer/eines

wissenschaftlichen Mitarbeiterin/ Mitarbeiters (PostDoc)
(E13 TV-G-U)

befristet für 3 Jahre im Projekt “Evolution und Funktion von Spezies-Interaktionsnetzwerken am Beispiel symbiotisch lebender Pionierarten” zu besetzen.
 
Das Projekt ist in das neu gegründete Loewe-Zentrum für "Translationale Biodiversitätsgenomik“ (LOEWE-TBG) eingebettet. Das LOEWE-TBG ist ein Forschungszusammenschluss der Senckenberg Gesellschaft für Forschung (SGN), der Goethe-Universität Frankfurt, der Justus-Liebig-Universität Gießen und dem Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und angewandte Ökologie IME mit dem Ziel, die biologische Vielfalt der Genomik in der Grundlagenforschung und der angewandten Forschungsarbeit zu verstärken.

Die Vergesellschaftung von Organismen in Symbiosen ist ein weit verbreitetes und evolutionär sehr erfolgreiches Konzept zur Optimierung der Ressourcennutzung in einem Lebensraum. Eine präzise Abgrenzung solcher Lebensgemeinschaften sowie ein mechanistisches Verständnis der Symbiose ist häufig schwierig, da symbiotische Gesellschaften vielfach zusammen mit anderen, unbeteiligten Arten in komplexen Ökosystemen leben. In diesem Projekt fokussieren wir deswegen auf Pionierarten, die am Anfang der Besiedelung neuer und unbelebter Lebensräume wie z.B. Fels oder Lavafelder stehen. Im Zuge des Projekts soll die genomische Basis solcher, durch ihren Pionier-Status eng abgrenzbarer Metaorganismen, charakterisiert werden. Hierzu werden die entsprechenden Genome sequenziert und annotiert, und Geninteraktionsnetzwerke mit einem Schwerpunkt u.a. auf Stress-Resistenz werden insbesondere mit korrespondierenden Daten aus verwandten Arten ohne Pionierstatus verglichen. Die daraus resultierenden Einblicke in die funktionellen und evolutionären Besonderheiten symbiotischer Gemeinschaften sollen dann Rückschlüsse über Art, Ausmaß und Nutzen der symbiotischen Interaktion liefern.

Einstellungsvoraussetzungen:

- Promotion in Bioinformatik, evolutionärer Biologie oder verwandter Themen

- Einschlägige theoretische und praktische Kenntnisse in der vergleichenden Genomik und/oder funktionellen oder evolutionären Sequenzanalyse

- Erfahrung in der de novo Assemblierung und Annotation eurkaryotischer Genome und Transkriptome

- Programmierkenntnisse in mindestens einer der folgenden Sprachen: Python, Perl, Java, C, C++, R

Ihre Bewerbung senden Sie bitte mit Anlagen (Lebenslauf, Kopien aller Universitätsabschlüsse und Schulzeugnisse, zwei Referenzschreiben, eine Publikationsliste) bis zum 15.05.2018 in elektronischer Form an Prof. Dr. Ingo Ebersberger (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), Goethe Universität, Institut für Zellbiologie und Neurowissenschaft, Abteilung für angewandte Bioinformatik, Max-von-Laue Strasse 13, 60438 Frankfurt am Main.

Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main ist mit über 46.000 Studierenden und rund 4.600 Beschäftigten eine der größten Hochschulen in Deutschland. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet und seit 2008 wieder in der Rechtsform einer Stiftung besitzt die Goethe-Universität ein hohes Maß an Eigenständigkeit, Modernität und fachlicher Vielfalt. Als Volluniversität bietet die Goethe-Universität Frankfurt auf fünf Campus in insgesamt 16 Fachbereichen 100 Studiengänge an und besitzt gleichzeitig eine herausragende Forschungsstärke.

Die Befristung der wissenschaftlichen Mitarbeiter richtet sich nach den Regelungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes in Verbindung mit dem Hessischen Hochschulgesetz.

Die Universität tritt für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein und fordert deshalb nachdrücklich Frauen zur Bewerbung auf. Menschen mit Behinderungen werden bei gleicher Qualifikation vorrangig berücksichtigt.