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Dr. Norbert Lindow vom Zuse-Institut Berlin erhielt den diesjährigen Dissertationspreis der Fachgruppe Bioinformatik (FaBI) für seine Arbeit zur Visualisierung und Analyse atomarer Strukturen. Sie ist essenziell für das Verständnis des Aufbaus und der Funktionsweise von Molekülen. Bei der Untersuchung von Biomolekülen, wie Proteinen, ist besonders die Analyse und Dynamik der Kavitäten von großem Interesse. In seiner Dissertation gelang es Dr. Norbert Lindow die Darstellung glatter Oberflächen, die sich für die Analyse von Kavitäten eignen, zu beschleunigen und visuell zu verbessern, wodurch sie auf dynamische Proteine angewendet werden können. Seine Methoden erlauben erstmals, große statische biologische Strukturen und anorganische Materialien bis auf atomare Auflösung interaktiv darzustellen und Kavitäten über die Zeit zu verfolgen und topologische Veränderungen zu visualisieren. Um die Genauigkeit der oben genannten Verfahren voranzutreiben, werden Moleküloberflächen berechnet, welche die erreichbaren Regionen eines Substrates zeigen und die Struktur und Dynamik des Substrates als Kalottenmodell berücksichtigen. Der mit 1000 Euro dotierte Preis wurde am 26. September während der German Conference on Bioinformatics 2018 in Wien von Fachgruppensprecher Matthias Rarey und der Juryvorsitzenden Caroline Friedel überreicht.

(Foto: Uni Wien, vlnr: Matthias Rarey, Norbert Lindow,
Caroline Friedel)